Gesellschaft

Katholische Aktion unterstützt Konzept der autofreien Innenstadt

"Das Konzept einer weitgehend autofreien Innenstadt ist ein wichtiger Schritt zu einer klimagerechteren Stadt, wie sie auch in der Enzyklika Laudato Si gefordert wird", sagt Walter Rijs, Präsident der Katholischen Aktion der Erzdiözese Wien (KA-Wien). "Es unsere Aufgabe als Christinnen und Christen solche Initiativen zu unterstützen, egal aus welcher politischen Ecke sie kommen." Es geht um eine „weitgehend autofreie“ Innenstadt, da eine Reihe von Ausnahmen vorgesehen ist. Die Zahl der PKW-Fahrten in den 1. Bezirk soll sich um rund ein Viertel verringern.

Vor über 5 Jahren hielt Papst Franziskus in seinem vielbeachteten Buch über öko-soziale Fragen "Laudato Si" zur Klimakrise fest: „Die Menschheit ist aufgerufen, sich der Notwendigkeit bewusst zu werden, Änderungen im Leben, in der Produktion und im Konsum vorzunehmen, um diese Erwärmung zu bekämpfen." (LS 23)

 

"Ich freue mich, dass gerade hunderte ehrenamtliche und hauptamtliche MitarbeiterInnen der Erzdiözese hier lobendes Beispiel sind. Immer mehr kommen mit dem Rad und der überwiegende Teil der Menschen, die am Stephansplatz arbeiten, kommt mit öffentlichen Verkehrsmitteln, teilweise über mehr als 50 Kilometer aus weiten Teilen Niederösterreichs."

 

Wenn selbst die EU über eine Verschärfung der Klimaziele nachdenkt, müssen auch wir uns hier endlich aus unserer Komfortzone herausbewegen und entsprechende Maßnahmen setzen. "Individuelle Nachteile, die vielleicht einzelnen dabei entstehen, dürfen dafür kein Hindernis sein", sagt Walter Rijs.


Es ist der Katholischen Aktion wichtig, Menschen zu ermutigen, öffentlich oder mit dem Rad zur Messe zu fahren. Die alljährliche Aktion „Radl’n in die Kirche“ findet wieder in vielen Pfarren mit Fahrrad-Segnungen in der „Schöpfungszeit“ von 1.9. bis 4.10. statt.

 

Christlicher Orientierungs-Kompass für die Wien-Wahl

 

Zu den bevorstehenden Wahlen in der Stadt Wien erinnert Walter Rijs wieder daran, dass es verschiedene Kompasse für ChristInnen gibt, um ihre Wahlentscheidung zu fällen: "Ich persönlich bevorzuge derzeit die Enzyklika "Laudato Si" und das noch immer weitgehend hochaktuelle Sozialwort der Kirchen aus dem Jahr 2003.


Darin gibt es von der ökologischen bis zur sozialen Frage viele Anhaltspunkte zur Orientierung. Neben der notwendigen Einbremsung der Klimakrise gehört dazu ein Fokus auf die armen und benachteiligten Menschen in dieser Stadt."

 

Die Initiativen der Caritas zu Schulanfang für benachteiligte Kinder zeigen, dass auch in einer Stadt wie Wien für mehr soziale Gerechtigkeit und weniger Armut noch immer Luft nach oben ist. Dies gilt es den politischen Parteien für die nächste Legislaturperiode mitzugeben.

 

Als Katholische Aktion haben wir auch für das Gebiet der Stadt Wien Themen herausgearbeitet, die uns wichtig sind und wo wir uns eine Veränderung wünschen ...

 

Die Anliegen sind auf der Homepage der KA-Wien zu finden und umfassen folgende Bereiche: das soziale Miteinander in der Stadt, Armut und Reichtum, Zuwanderung, Aktive Arbeitsmarktpolitik und Ausbildungschancen für junge Menschen, der arbeitsfreie Sonntag, Freiräume für Kinder, Förderung von Nahversorgung und lokaler Wirtschaft bis hin zu einer Politik der Nachhaltigkeit.


Die Katholische Aktion selbst ist derzeit in der Erarbeitung von Klimawerkstätten in den Pfarren, bei denen generationenübergreifend mit „Kinderklimakonferenzen“ der Katholischen Jungschar, lokale und globale Probleme diskutiert werden und Initiativen für eine Veränderung geschaffen werden sollen.

Katholischen Aktion
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