Arbeitswelt

Reden wir statt über den 12h-Tag über den 16h-Tag!

30h-Woche und Arbeitszeitverkürzung machen uns und unsere Gesellschaft zukunftsfit

 

Katholische Aktion, Frauenbewegung und ArbeitnehmerInnenbewegung nahmen gemeinsam mit der "Allianz für den Freien Sonntag" und der Initiative "Christlich geht anders" mit Plakaten und vielen Menschen aus dem kirchlichen Bereich an der Gewerkschafts-Demonstration zum neuen Arbeitszeitgesetz teil, die überparteilich von allen Fraktionen im ÖGB getragen wurde.

"Die Regierung soll nicht die Demokratie einschränken und ohne Notwendigkeit, Gesetze ohne Begutachtungsfrist im Parlament durchpeitschen. Sie gefährdet damit den sozialen Frieden und die Sozialpartnerschaft, wenn sie Gesetze vorlegt, zum Nachteil von Arbeitnehmerinnen und Arbeiternehmern. Damit bringt sie noch mehr Spaltung in eine ohnehin polarisierte Bevölkerung", sagt Christoph Watz, Generalsekretär der Katholischen Aktion in der Erzdiözese Wien.

 

Bezüglich Arbeitszeitregelung läuft die Diskussion in die völlig falsche Richtung: Wir sollten statt über den 12h-Tag über den 16h-Tag reden, nämlich über eine Aufteilung in 4h Erwerbsarbeit, 4h Sorgearbeit (Alten-Pflege/Kinder-Betreuung/Hausarbeit ... ), 4h Gemeinwohlarbeit (ehrenamtliches Engagement in Vereinen, Politik, ...), 4h Arbeit für mich (kreativ/schöpferisch tätig sein, Kontemplation, lernen/bilden,  ...).

 

Das alles kann nur unter der Prämisse der Verkürzung von Erwerbsarbeit umgesetzt werden. Also, leiten wir gerade in Zeiten von Industrie 4.0 und hoher Sockelarbeitslosigkeit, trotz Hochkonjunktur, die Debatte in diese Richtung. Beispiele finden wir in Skandinavien, wo Betriebe standardmäßig 12h am Tag produktiv sind, indem sie in 2 Schichten mit Menschen arbeiten, die jeweils 6h am Tag arbeiten und somit die Wochenarbeitszeit auf 30h reduziert haben. Das unterstützt ein Familienleben, das beiden Eltern Erwerbsarbeit und Sorgearbeit ermöglicht und einer ausgewogenen Work-Life-Balance recht nahe kommt.

 

Genau diesem Thema widmet sich die Katholische Aktion in zwei Veranstaltungen, die man sich jetzt schon vormerken kann:

 

Lieber gleichberechtigt als später!

Podiums-Diskussion u.a. mit KAB-Referentin Gabriele Kienesberger

Fr. 21. September 2018, 18.00 Uhr im BZ St. Bernhard, 2700 Wr. Neustadt

 

Industrie-Viertel-Akademie 2018

"Care Arbeit" - Expert/innengespräche zu Alten-Pflege und Betreuungsarbeit.

Fr. 22. März 2019, 18.00 Uhr im BZ St. Bernhard, 2700 Wr. Neustadt

 

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Katholischen Aktion
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