Arbeitswelt

KAB startete Spendenaktion für junge Arbeitsuchende

Das Mentoringprojekt „Hands On“ wurde am 1. Mai in Marienthal (Gramatneusiedl) präsentiert.

 

Über 100 Personen kamen am 1. Mai auf Einladung der Kath. Arbeitnehmerbewegung (KAB) in die denkmalgeschützte Arbeitersiedlung „Marienthal“ von Gramatneusiedl, die in der Zwischenkriegszeit über die Grenzen Österreichs hinaus durch die soziologische Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“ bekannt wurde.

Beim Gottesdienst mit dem bekannten Betriebsseelsorger und Buchautor Franz Sieder aus Amstetten wurde das Projekt „Hands On“ im Gemeindezentrum präsentiert. Der Präsident der Katholischen Aktion, Walter Rijs, berichtete, wie er selbst als ehrenamtlicher Mentor im Rahmen des Projektes den jungen Flüchtling Achmed begleitete und ihm helfen konnte, eine HTL-Ausbildung zu absolvieren. Derzeit sind 15 Mentoren und Mentorinnen in der Begleitung arbeitssuchender Jugendlicher tätig, die aus verschiedenen sozialen Hintergründen stammen - zum Teil mit Migrationshintergrund.

 

Professionell unterstützt werden die ehrenamtlichen Mentoren von einer Sozialarbeiterin. Diese Kosten müssen aber durch Spenden aufgebracht werden. Deshalb kam nicht nur die Kollekte „Hands On“ zugute, sondern die Messbesucher erhielten auch Grußkarten, mit denen sie in ihren eigenen Pfarrgemeinden dieses Projekt für arbeitslose Jugendliche bekannt machen und durch Spendenaktionen unterstützen können. (Nähere Informationen auf www.hands-on.wien)

 

Im Anschluss an den Gottesdienst wanderten drei geführte Gruppen bei prächtigem Wetter durch die denkmalgeschützte Arbeitersiedlung, wo noch viele historische Gebäude der Textilfabrik Marienthal an die 1200 Arbeiterinnen und Arbeiter erinnern, die im Jahr 1930 wegen der Wirtschaftskrise plötzlich arbeitslos wurden. Die Führungspersonen des „Museum Marienthal“ brachten viele Einblicke, welche vielschichtigen Auswirkungen es hat, wenn Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen sind.

 

Das Museum ist übrigens täglich von 8 bis 18 Uhr gratis geöffnet; zum Öffnen der Eingangstür ist nur eine Bankomat-Karte oder e-card notwendig. Im Museum gibt es auch Einblicke in den ORF-Spielfilm „Einstweilen wird es Mittag …“ von Regisseurin Karin Brandauer. Auch das ist eine Besonderheit an der Studie über die Arbeitslosen von Marienthal: Es gibt keine andere soziologische Studie, über die ein Spielfilm gedreht wurde.

Christoph Watz

 

 

Foto (KA, Vock):

Walter Rijs, Präsident der KA Wien, berichtete im Gemeindezentrum „Marienthal“, wie er selbst als ehrenamtlicher Mentor im Rahmen von „Hands on“ einen jungen Arbeitsuchenden begleitete.

 

 

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