17 Oct
Beginn:
17.10.2019, 18.30 Uhr
Ort:
Im Gewölbe am Ignaz-Seipel-Platz 1, 1010 Wien
Veranstalter:
ausserordentlich in Kooperation mit KO-Alte Burse, KHG Boku/WU und Welthaus Wien
Der Ausbeutung die Stirn bieten

Widerstand im Amazonas im Kontext von Klimakatastrophe und Amazoniensynode
Kino und Diskussion

u.a. mit Johann Kandler, Klimabündnis Österreich und Fridays for Future Wien

mit dem Film „When two worlds collide“ (2016, mit dt. Untertiteln, 102 Minuten)

 

Die Bilder des brennenden Amazonas waren in den vergangenen Wochen in den Medien präsent und haben viele Menschen auch hier in Österreich betroffen gemacht. Der Amazonas ist aber nicht „nur“ ein (Regen-)Wald, sondern seit Jahrhunderten Territorium und Lebenswelt der ansässigen, meist indigenen, Bevölkerung. Die dort lebenden Menschen weisen seit Jahrzehnten auf die Gefahren durch Ausbeutung der natürlichen Ressourcen (Erdöl, Holz, Bergbau…) und die Bedrohung ihres Lebensraumes hin, und nicht wenige Aktivist*innen werden bedroht oder wurden umgebracht.

 

 

Anhand des Filmes „When two worlds collide“ (dt.: „Wenn zwei Welten aufeinanderprallen“) wollen wir uns mit dem Widerstand gegen die Zerstörung des Regenwaldes und den gesellschaftlichen Folgen auseinandersetzen. Der Film thematisiert den als „Baguazo“ bekannt gewordenen Konflikt zwischen dem peruanischen Staat und der Bevölkerung im nordperuanischen Amazonasgebiet im Februar 2009. Dieser Konflikt verdeutlicht die Dringlichkeit aufgrund welcher Papst Franziskus eine Bischofssynode als Sonderversammlung für Amazonien (6.10.-27.10.2019) einberufen hat. Es ist dringlich, weil es eben nicht nur um das Einsparen von Plastiksackerln geht.

 

Für die Menschen im globalen Süden ist die gegenwärtige Wirtschafts- und Klimapolitik meist bereits lebensbedrohlich. Franziskus sieht in der Ausbeutung von Menschen und Natur an den gesellschaftlichen Rändern eine Fortsetzung kolonialer Praktiken, die mit der europäischen Kolonisierung und Versklavung der indigenen Bevölkerung vor 500 Jahren ihren Anfang nahmen. Er unterstützt diese im Widerstand gegen die vielfältige Zerstörung des Lebens in Amazonien und spricht sich für die Verteidigung des Territoriums, der Ressourcen und ihrer Rechte aus. Denn für ihn ist die Sache von Gerechtigkeit und Anderssein können („Alterität“) Sache des Reich Gottes.

 

Angesichts der Klimakatastrophe und deren Folgen sind wir im globalen Norden, in Österreich, zur ökologischen Umkehr aufgerufen und zu Solidarität mit denjenigen, die bereits mutig und prophetisch „der Ausbeutung die Stirn bieten“.

Katholischen Aktion
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