Pressebeobachter für nachdenkende Zeitgenoss/innen
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AUSGABE 03 / 2018


 

EDITORIAL

 

Werte Interessierte,

Repräsentative Demokratie braucht als Grundvoraussetzung die öffentliche Debatte, die Interessenskonflikte austrägt, faktenbasierte Entscheidungen vorbereitet und das "bonum communae" (Gemeinwohl) dabei nicht aus dem Auge verliert. Grundvoraussetzung für eine solche Demokratie sind Qualitätsjournalismus und öffentlich-rechtliche Medien. Diese geraten immer mehr unter massiven Druck und brauchen unsere Unterstützung in jeder Form. 

 

Richard Richter

TRUMP  -  WATCH

 

Ein mediales Sprachrohr für Donald Trump

Eine Entscheidung der obersten US-Kommunikationsbehöre droht eine weitgehend unbekannte TV-Sender-Gruppe zur mit Abstand größten des Landes zu machen – und Donald Trump ein weiteres Sprachrohr zu geben. [WZ]

 

Alte Mächte, junge Ohnmacht

Donald Trumps Wahl zum Präsidenten hat in den USA bei der jungen Generation zu einem Politisierungsschub geführt. [WZ]

 

Das Chaos verdeckt Trumps Zielstrebigkeit

Für viele Trump-Wähler ist die Rechnung im ersten Jahr des Präsidenten aufgegangen. Aber nicht für alle. Das macht die Wahlen im Herbst spannend. [NZZ]

 

Wie das System Trump die USA nachhaltig schädigt

Selbst ein Wahlsieg der Demokraten im Herbst wird wenig ändern: Die Demokratie in den USA ist bereits schwer angeschlagen. [TA]

 

Amerika legt Welthandelsorganisation langsam lahm

Nach der Verhängung von Stahlzöllen widmet sich US-Präsident Donald Trump der WTO [Standard]

 

 

POLITIK UND GESELLSCHAFT DES „WESTENS“

 

Baustelle europäische Demokratie

Die Zukunft der Demokratie in Europa gibt Anlass zur Sorge. Für Europa gilt, dass die Demokratie entweder europäisch ist, oder sie ist nicht. [WZ]

 

Die Lehre aus 500 Interviews in populistischen Hochburgen

Forscher haben mit Hunderten Bürgern in strukturschwachen Regionen in Deutschland und Frankreich gesprochen. Das sind ihre Erkenntnisse. [TA]

 

„Ganze Gruppen fliegen zu Demonstrationen nach Deutschland“

In Dortmund demonstrieren Neonazis aus ganz Europa gegen Liberalismus und Globalisierung. Neu ist die Zusammenarbeit der Rechtsextremen über die Ländergrenzen hinweg nicht. Trotzdem gewinnt sie an Bedeutung. [Welt]

 

Budgetpolitik: Gerechtigkeit ist Ansichtssache

Hinter der Budget- und der Sozialpolitik der Regierung steht eine ganz bestimmte Vorstellung von der zentralen Rolle von Leistung und der Frage, wer wirklich dazugehört Ansichtssache [Standard]

 

Stadtforscher: "Untere Einkommensgruppen werden verdrängt"

Die türkis-blaue Regierung legt den Schwerpunkt in der Wohnungspolitik auf Eigentum. Experten für gemeinnützigen Wohnbau befürchten finstere Zeiten für Mieter und immer weniger leistbaren Wohnraum [Standard]

 

Verzerrte Demokratie

Die Praxis der politischen Wahlkreisverschiebung ist eines der ernsten Strukturprobleme der amerikanischen Demokratie. Im Mehrheitswahlsystem können Regierende den eigenen Wahlerfolg erhöhen, indem sie Grenzen so zeichnen, dass möglichst viele Stimmen in möglichst wenigen Bezirken an die politischen Gegner gehen, während in den meisten anderen Bezirken die eigene Partei die Mehrheiten stellt. [ORF]

 

Deutschland blockiert Abkommen

Die Vereinten Nationen wollen Unternehmen verpflichten, ihre Mitarbeiter besser zu behandeln. Die Bundesregierung hält davon wenig. [taz]

 

Mafiöser Stimmensegen

Cosa Nostra, ’Ndrangheta und Camorra bauen in Italien ihren Einfluss aus. Die politische Elite schweigt. [WZ]

 

 

AUS DEM SÜDEN UND OSTEN

 

"Freihandels-Abkommen mit Europa bringen Afrika keinerlei Vorteile"

Die EU fordert eine stärkere Marktöffnung von den afrikanischen Ländern. Doch diese sind darauf noch nicht ausreichend vorbereitet und werden zu Rohstoffexporteuren reduziert, kritisiert die ugandische Wirtschaftsexpertin Jane Nalunga. [WZ]

 

Jagd auf den Schatz im Mittelmeer

Geostrategisches Powerplay: Im Mittelmeer lagern riesige Gasvorkommen, und viele wollen den Rohstoff fördern. Nun eskaliert der Streit - zwischen Israel und dem Libanon, aber auch der Türkei und Zypern. [Spiegel]

 

Rechtsfreier Raum im Herzen Afrikas

Die Demokratische Republik Kongo ist Schauplatz einer der größten humanitären Krisen der Welt. Die Welt sollte nicht mehr tatenlos danebenstehen. [taz]

 

Es ist fünf vor zwölf in Afrika

Ein Jahrzehnt nach dem letzten grossen Schuldenerlass drohen in Afrika wieder Staatsbankrotte. Das hat mit schlechter Regierungsführung und dem Fluch der Rohstoffe zu tun, aber auch mit der kopflosen Profitgier westlicher Investoren. [NZZ]

 

Allgegenwart der Gewalt

In Ugandas gesellschaftlicher Praxis haben Frauen kaum Rechte. [WZ]

 

Wie die Türkei ihre Militärpräsenz in Afrika ausbaut

Der türkische Präsident Erdoğan versucht auf einer Reise durch Afrika Ankaras Einflusszone zu erweitern. [Presse]

 

 

HORIZONTE UND HINTERGRÜNDE

 

Die politische Korrektheit ist kein Unterdrückungsinstrument

Auch wenn Neu-Rechte das gerade sehr erfolgreich propagieren: Freiheit und politisch korrekte Sprache schließen sich nicht aus. [SZ]

 

Psychiater Haller: "Rache muss mit Augenmaß erfolgen"

Haller sitzt im Expertenrat des ÖSV. Er spricht über die Wirkung der #MeToo-Debatte und warnt vor dem Missbrauch des Missbrauchs - derstandard.at/2000074439155/Psychiater-Reinhard-Haller-Rache-muss-mit-Augenmass-erfolgen [Standard]

 

Digitale Provinzler statt Kosmopoliten

Soziale Netzwerke sind voll von beruflich Weltreisenden. Doch sie befördern nicht den Kosmopolitismus, sondern die Provinzialisierung der Kommunikation. [FAZ]

 

Der neue Bürgerkrieg

Österreich, wieder in zwei Lager gespalten, steht ohne verbindende Erzählung für eine gemeinsame Zukunft da. [WZ]

 

„Anschluss“: Vatikan-Archivöffnung brachte Brisantes

Die Forschung an den von Papst Benedikt XVI. 2006 freigegebenen Akten zum Pontifikat von Pius XI. bringe immer wieder neue und brisante Facetten über das Verhältnis der Kirche zum Nationalsozialismus, so Kirchenhistoriker Rupert Klieber. [ORF]

 

Ewiges Leben bleibt ein Hirngespinst

Die Genetik macht enorme Fortschritte, ewige Gesundheit ist eine Illusion, sagt Nobelpreisträger Paul Nurse. [WZ]

 


MEDIATHEKEN – TIPPS


 

Das austrofaschistische Österreich 1933 - 1938

Nicht nur der Anschluss, der sich am Tag der Erstausstrahlung dieser Sendung zum 80. Mal jährt ist es, der aufmerksame Beobachter des Zeitgeschehens derzeit mit Schaudern an die 30er Jahre denken lässt: beunruhigend sind auch die einander immer unversöhnlicher gegenüberstehenden politischen Lager. Der Politologe Emmerich Tálos ist ein ausgewiesener Experte der Zwischenkriegszeit. Mit Richard Richter spricht er über die tiefreichenden Veränderungen und die Verschärfung der politischen Gegensätze zu Beginn er 30er Jahre, die schließlich in der österreichischen Variane des Faschismus mündeten: dem Austrofaschismus. [okto - Europa un der Stier]

 

Wild umstritten

In seinem eben erschienenen Buch ”Der neue Kampf um Österreich” beschreibt Walter Hämmerle, der interimistische Chefredakteur der Wiener Zeitung, anknüpfend an Friedrich Heer ”Der Kampf um die österreichische Identität” die Geschichte der Spaltung des Landes. Über seine Diagnose und die Frage, welche Funktion Medien in diesem Spiel übernehmen, diskutieren Richard Richter und Barbara Eppensteiner mit dem Autor. [okto - Medienquartett]

Dieser Pressebeobachter ist ein Service von sozialwortTV ( "Europa und der Stier" / "andererseits" auf okto) für Vielbeschäftigte, die am verknüpfenden Verstehen des Zeitgeschehens interessiert sind. Er macht auf Meldungen aufmerksam, die über die bloße Tagesaktualität hinaus Relevanz haben. Deren Erwähnung bedeutet nicht, daß wir mit ihrem Inhalt übereinstimmen.

 

 

sozialwortTV

Richard Richter (Projektleiter)

richard.richter@chello.at

 

Katholischen Aktion der Erzdiözese Wien
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