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AUSGABE 03 / 2016


 

EDITORIAL

 

In erregten Zeiten sind fundierte Fakten und verschiedene Perspektiven unverzichtbar, um reflektierte Standpunkte beziehen zu können.
Dazu ein bißchen Nachlesestoff.

Richard Richter

POLITIK UND GESELLSCHAFT DES NORDENS


Warum die Briten den Brexit wollen

Ob im Wahlvolk, bei den Eliten oder der öffentlichen Meinung: Wir wundern uns, warum so viele Briten die EU verlassen wollen. Dabei genügt ein Blick in die britische Geschichte, um das zu verstehen. [FAZ]

 

Sie müssen gar nicht regieren

Von Frankreich bis Polen, von Österreich bis Schweden: Längst haben die großen Volksparteien rechtsextreme Themen übernommen. [taz]

 

Ein Land schweigt sich an

In Polen geht ein Bruch durch die Gesellschaft. Die liberalen und rechten Kräfte leben in ihrer eigenen Welt. Einen Dialog gibt es nicht mehr. [Zeit]

 

Wie wurde Polen vom Musterschüler zum Sorgenkind Europas?

Bis vor Kurzem galt Polen als Musterschüler Europas, plötzlich ist es zum Sorgenkind geworden. Wie konnte das passieren? Streifzug durch ein verstörtes Land. [profil]

 

Der Tabu-Brecher

Seit zwei Jahren regiert Matteo Renzi Italien. Als er antrat, versprach er, das Land umzukrempeln. Die Zahl seiner Gegner zeigt: Es könnte ihm gelingen. Eine Zwischenbilanz. [Tagesanzeiger]

 

„Im Silicon Valley ist niemand ausgeschlafen“

Im Silicon Valley sind Innovation, Intelligenz und Kreativität zu Hause: Aber wie lange kann man eigentlich die Arbeitsbedingungen dort durchhalten? Der Soziologe Andreas Boes verrät im Gespräch, wie das Valley tickt. [FAZ]

 

"TTIP ist überflüssig und gefährlich"
Ökonomie-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz kritisiert die deutsche Wirtschaftspolitik schon lange nicht immer sachlich. Nun sagt er: An der Zuspitzung der Flüchtlingskrise ist Deutschland selber Schuld. Ein Gespräch über Europas Krise, die wachsende Ungleichheit – und das Auslaufmodell Welthandel. [WiWo]

 

Grüne Wirtschaft ist Italiens Rezept gegen die Krise

Laut einer neuen Studie agieren Unternehmen in Italien umweltfreundlicher als alle anderen europäischen Betriebe - derstandard.at/2000029875603/Gruene-Wirtschaft-ist-Italiens-Rezept-gegen-die-Krise [Standard]

 

Wie Italiens Arbeiter ihre Pleite-Fabriken retten

In der Rezession gingen viele italienische Betriebe bankrott. Kaum ein Unternehmer will sie neu aufbauen – deshalb machen die Arbeiter das selbst. Besuch in einer Fabrik, in der sie jetzt Chefs sind. [Welt]

 

Ärzteschwund

Österreichische Mediziner flüchten zusehends ins Ausland oder in Privatordinationen. Öffentliche Spitäler und Kassenpraxen kämpfen um Nachwuchs. [Zeit]

 


 

AUS DEM SÜDEN UND OSTEN

 

Ideologie von weltbedrohendem Ausmass

Die Gefährlichkeit des Islamismus wurde vom Westen jahrzehntelang unterschätzt. Doch mit Gewalt bekämpft man keine Ideologie. [journal21]


Der letzte Christ von Idil

Die Kleinstadt Idil im Südosten der Türkei ist einer der ältesten christlichen Orte der Welt. Bis Ende der 70er-Jahre stellten die Christen sogar den Bürgermeister. Als dieser erschossen wurde, flohen alle verbliebenen Christen nach Deutschland, Schweden oder die Schweiz. Nun hat auch der letzte Christ Idil verlassen - der Sohn des ermordeten Bürgermeisters. [DF]

 

Wie sich junge Muslime den Islam wünschen

Viele junge Araber im Norden Afrikas und im Nahen Osten suchen Orientierung im Islam. Aber wie soll der sein? Weltoffen oder rückwärtsgewandt? Die Tabah-Stiftung in Abu Dhabi hat eine repräsentative Umfrage durchgeführt. Ergebnis: Fast alle Befragten sehen sich als überzeugte Muslime. Wenn es aber um den real existierenden Islam geht, herrscht Unzufriedenheit. [DF]

 

Algerien will mit neuer Verfassung "ziviler Staat" werden

Die bereits 2011 versprochene Reform soll vor allem die Rechte der Berber-Minderheit stärken - derstandard.at/2000030035483/Algerien-will-mit-neuer-Verfassung-ziviler-Staat-werden [Standard]

 

Wo mächtige Männer für Frauen Platz machen müssen

Afrikanische Staaten werden meist von Männern regiert - bis jetzt. Immer mehr politische Ämter gehen an Frauen. Sogar im muslimisch geprägten Westafrika. [SZ]

 


 

HORIZONTE UND HINTERGRÜNDE

 

Die Menschheit ist am Ende

Alle Modelle, die die NASA-Forscher durchspielten, prophezeien den Untergang der Zivilisation. Berücksichtigt wurden Faktoren wie Klimawandel, Ressourcenverbrauch und Bevölkerungswachstum. [N24]


Kapitalisten zweifeln am Kapitalismus

Bei der Investmentbank Goldman Sachs kommen Zweifel am Funktionieren der Marktwirtschaft auf. Das zeigt ein Papier der bankinternen Analyseabteilung. [SZ]


Neoliberales Christentum und seine Propheten

Seit 25 Jahren wird Europa nach marktreligiösen Leitlinien umgestaltet, doch der Erfolg mag sich nicht einstellen. [Presse]

 

Das Diktat der falschen Toleranz

Wie in der gegenwärtigen Zeit der Krisen der Westen gegen Irrationalität und Unmenschlichkeit kämpfen muss. Es braucht dazu ebenso vernunfterprobte wie mutige Bürgerinnen und Bürger. [NZZ]

 

Die UN-Debatte über „traditionelle Werte“

Anschlag auf den Geltungsanspruch der Menschenrechte? [feinschwarz]

 

Ohne Glaubwürdigkeit kein Glaube

Ein offener Brief an Papst Franziskus nach dem Ende der Bischofssynode - von Anton Kolb [Standard]

 

Die Aliens sind alle tot

Jahrzehntelang schon suchen Forscher nach Spuren von außerirdischem Leben - bisher vergeblich. Zwei australische Astrobiologen bieten nun eine erstaunlich einfache Erklärung dafür an: Die Aliens, so ihre Hypothese, sind ausgestorben. [ORF]

 

Arbeitsvermittler werden zu Therapeuten

Der Alltag im Arbeitsmarktservice (AMS) spiegelt gesellschaftliche Veränderungen. Wiener Forscher haben nun die Situation der Berater in Österreich, Deutschland und der Schweiz analysiert. Dabei zeigte sich, dass die Mitarbeiter immer mehr zu Sozialarbeitern oder Therapeuten werden und in Österreich unter besonderem Zeitdruck stehen. [ORF]

 

Religion übt immer mehr Einfluss aus

Weltweit schränken immer mehr Regierungen Freiheit und Bürgerrechte ein. Das ergab eine Studie der deutschen Bertelsmann-Stiftung zum Erhalt von Macht. Das gelte auch für eigentlich stabile Demokratien, in denen die Politik nicht mehr in der Lage sei, Konflikte zu entschärfen, heißt es in der Untersuchung. [ORF]

 

Er liebt Macht und Pracht

Der russisch-orthodoxe Patriarch tritt ins Rampenlicht: Kyrill trifft den Papst. Was will der Mann aus Moskau? [Zeit]

 

Im Wortlaut: Gemeinsame Erklärung von Franziskus und Kyrill

Gemeinsame Erklärung von Papst Franziskus und Patriarch Kyrill von Moskau und dem ganzen Rus, unterzeichnet bei der Begegnung der beiden Kirchenoberhäupter am 12. Februar 2016 in Havanna, Kuba [Vat]

 


 

Dieser Pressebeobachter ist ein Service von sozialwortTV ( "Europa und der Stier" / "andererseits" auf okto) für Vielbeschäftigte, die am verknüpfenden Verstehen des Zeitgeschehens interessiert sind. Er macht auf Meldungen aufmerksam, die über die bloße Tagesaktualität hinaus Relevanz haben.

 

 

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Richard Richter (Projektleiter)

richard.richter@chello.at

 

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