Dienstag 21. November 2017

Walter Rijs

10. Mär 2014

Was macht das Geld aus und mit uns?

von Walter Rijs am 10. März 2014, 21:55 Uhr

Wie entsteht Geld? Nicht zu verwechseln mit: “Wie entstand das Tauschmittel Geld“!

Die Geldvermehrung – was ist das – oder Giralgeld?

 

Am Beispiel Griechenland können wir nachvollziehen, was geschehen wäre, wenn die Banken, welche Griechenland Kredite gewährten und  damit gleich die Rechnungen der oft deutschen und französischen  Lieferanten  abdeckten, ihr  Geld (aus EU-Hilfspaketen) nicht bekommen hätten.

 

Viele Menschen wären in Bedrängnis gekommen, diese Banken haben ja das Geld von vielen Versicherungen, Pensionskassen und letztlich die Ersparnisse vieler Menschen erhalten, die darauf vertrauen, dass  dieses IHR GELD gut „investiert“ wird! Wird dieser Kreislauf gestört, können Pensionen (siehe USA) und Spareinlagen verloren gehen!

Mein Verständnis, gut investiert ist aber irritiert, wenn da über Ausfallversicherungen  (Finanzprodukte) eigentlich versucht wird, aus Geld wieder Geld zu generieren anstatt durch einen Mehrwert der Produktion und den Dienstleistungen!

 

Falls Sie die Diskussion im Zentrum, am 16.12.2012 verfolgt haben, konnten sie einige Antworten auf solche Irritationen erhalten. Deutlich wurde an diesem Abend, dass es ernst gemeinte Spielregeln für solche „Finanzgeschäfte“ braucht. Hier schien aber bisher die Deregulierung jede Chance auf  Sicherheit verhindert zu haben. Ja viele Jahre ging es nur bergauf, seit 2006 ging es schleppend und ab2008 sollte man solche „Geschäfte“ (z.B. Fremdwährungskredite) nicht mehr machen.

 

Aber was ist mit den schon Vorhandenen zu tun?  Die Finanzbehörden (Rechnungshof) hat  Gemeinden und Länder motiviert, mehr  Finanzmanagement ein zu setzen. Da wurden dann u.a. in Wohnbaudarlehen verkauft, das bedeutet eben aus Geld mehr Geld zu machen, ich werde das noch an Hand  der Entstehung des Giralgeldes aufzeigen. Denn wo Spekulation beginnt ist nicht leicht fest zu machen, das kann schon beim Sparbuch beginnen!?

 

Ein beliebtes Beispiel scheint mir, keine Schulden machen – wir müssen endlich sparen! Das würde beim Beispiel Salzburg zutreffen, wo mehr Geld geborgt wurde als „Budget“ vorhanden und eine Summe die 2-3 mal höher war wie dies schon vorhandenen Schulden. Man/n und Frau hoffte auf rasche Gewinne! Keine Schulden, also zur Zeit nicht benötigtes Geld auch für notwendige Investitionen nicht zu verborgen, schiene mir neben unwirtschaftlich auch unsolidarisch!

 

Aber wie sieht das aus (rein theoretische  Annahme), wenn nun alle Menschen ihre gesamten Schulden  „sofort  tilgen“ würden?  Was  wäre nun wenn wir all das Geld in einen Container  oder Silo zusammentragen?  Die Folge wäre, dass sie auch Ihr Geld aus den Wertpapieren (Fonds),den Versicherungen und Pensionskassen alles zurück erhalten, das alles sind ja „Verbindlichkeiten“, welche jene die im Moment das vorhandene Geld nicht brauchen, gerne verborgt haben. Kritisch wurde es erst, als erfundenes Geld, „nennen wir es  Buchgeld“ zum Einsatz kam! So musste es kommen, dass die Finanzwirtschaft  bis zu 10 mal so viel Zuwachs erzielte (Wachstum um jeden Preis?) als die reale Wirtschaft an Dienstleistungen bieten bzw. Waren produzieren konnte! Was macht das Geld mit bzw. aus uns?

 

Wenn also die Geldmengen viel schneller wachsen als wir arbeiten können, dann verschiebt sich etwas, es verzerrt sich, es wird verschoben, verrückt! Ich Denke da an die Platten welche sich bei einem Erdbeben verschieben! Die Angst um das viele (legal*) erworbene Geld und die Gier nach immer mehr, macht viele Menschen  verrückt! Das bedeutet viele Menschen verhalten sich ungewöhnlich, unberechenbar, verzerrt und unwahr(scheinlich)!

*Legal –als ligistisch –, dem Gesetze nach korrekt erworbenes Geld –in diesen Mengen, abgehoben von jedweden, realen Gegenwert, scheint ja unwahrscheinlich, unglaublich! Daher besitzen eben  etwa 10 % der reichsten Europäer, fünf mal mehr Geld  als die Staaten (Schulden) sich von ihnen ausgeborgt haben. Kommen sie nun auf die verrückte Idee zu fragen: “Was bedeutet da legal erworben? –Wie denn?

 

Ja die Gesetze ermöglichen das und müßten dringend verändert werden, vom Wahnsinn der Deregulierung zur Regulierung des Finanzmarktes. Wer macht die Gesetze? Der Souverän, alle macht geht vom Volke aus? Oder regiert das Geld die Welt?

 

Was macht das Geld aus uns, wenn wir auch nur relativ wenig Geld am Sparbuch haben? Es macht Hunger (Gier) auf mehr „Prozente“! Die Privatpensionen, welche heute immer kleiner werden, waren auf Gewinne von mind. 6-7% p.a.veranlagt und geplant! Immer mehr Zinsen haben dort wo viel Geld war auch viel mehr Geld gebracht, bei wenig Geld gab / gibt es nur wenig Zinsen!

 

Das Geld macht uns Menschen ängstlich und gierig, es macht nicht frei sonder engt ein. Daher braucht es permanent anzupassende Anwenderregeln, die müssen demokratisch legitimiert sein. Daher sprechen wir auch von demokratischen  (dem Gemeinwohl dienende) Banken, andere wieder von Trennbanken. Letztere gab es schon bis zu den 70er Jahren des vorigen Jhdts.  Es war der Dienstleistungssektor vom Wertpapiersektor getrennt. Der Wertpapiersektor war zuständig für Versicherungen (SWAPS etc.), Privatpensionen, Aktien usw.

 

Die Sparkassen  waren die Hausbanken der Betriebe, wo ihre Kunden Rechungsbeträge einzahlen bzw. überweisen konnten und die Gehälter an die Mitarbeiter ausbezahlt wurden.  Auch die Kredite an die Angestellten oder für Investitionen der Betriebe wurden bearbeitet und realisiert.

 

So erklärte man mir- recht einfach- wie eben Giralgeld entstand und was „ Geld dann aus uns bzw. mit uns macht“!  Die Hausbanken haben vor der Zeit der Gehaltskonten, die Lohnsäckchen genau nach den Angaben des Lohnbüros befüllt und die Mitarbeiter haben so wöchentlich oder monatlich ihr Geld erhalten. Die Menschen haben dann zu Hause ihr Geld „eingeteilt“, einen Teil für die Miete, einen anderen für Gas und Licht und wenn dann nach all den Zuteilungen etwas übrig blieb, kam das zum Sparverein und dieser brachte nun einen kleinen Teil des Gelds wieder zur Bank!

 

Mit Einführung des Gehaltskontos wurde kein Geld mehr „verteilt“, das blieb alles beim Geldinstitut und wurde nur nach Bedarf abgerufen. Entweder Überweisungen oder Behebungen durch den Bankomat. Im Durchschnitt liegt das Geld nun (gering verzinst auch noch) wenigsten 15 Tage des Monats weiterhin auf der Bank. Nun gab es auch damals schon gute Berater, die da meinten, dieses Geld sollte man arbeiten lassen! Als ob man nicht wüßte, das Geld nicht arbeitet! Dazu mußten aber die Regeln (Gesetze) verändert werden, denn die Dienstleistungsbanken durften keine Gewinne machen, nur Geld verwalten und die Kosten verrechnen! Ab nun sollten sie die Möglichkeit erhalten, mit kurzen „Geldverleih“ – Geschäften Gewinne  zu machen.

 

Jetzt sind wir beim legalen verändern der Situation und ich denke die Menschen wollten das genau so gern, wie sie ihr Bankgeheimnis bewahrt wissen wollen. Niemand ahnte was mit dem Giralgeld nun passieren wird und wie rasch es sich vermehrt! Ähnlich den Zinsen, welche wir bei jedem Produkt mit bezahlen und nur für jene von  Vorteil sind, welche wenigsten Ersparnisse in der Höhe von fünf Jahreseinkommen haben!

 

Macht uns Geld auch noch blind? Sehen wir vor all dem Geld den Sinn unseres Lebens nicht mehr? Wenn sie jetzt noch mehr verwirrt sind als vor diesen wenigen Zeilen, dann mag das schon auch daran liegen, dass wir in Fragen des Geldes,  oft Täter und Opfer in einem sind! Da müssen wir einigermaßen selbstkritisch sein und noch mehr Informationen einholen, um das GUT und BÖSE der Ökonomie zu erkennen.

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